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Kindeswohl

 

Wir bekennen uns zum Kindeswohl!

 

Zu Beginn der Saison 2015 hat sich der Vorstand dem Kindeswohl, uneingeschränkt und nachhaltig, verpflichtet. Konsequenterweise ist dieses Ziel von der Mitgliederversammlung im Februar 2016 in der Satzung verankert worden. Jetzt gilt es, das Kindeswohl aktiv zu leben ... eine Aufgabe für jedes Mitglied im TFC und eine Aufgabe über die Vereinsgrenzen hinaus.

 

Inhalte:

 

 

Allgemein / Grundsatz

 

Über das Wohl des Kindes als herausragendes Ziel besteht einerseits gesellschaftlicher Konsens, andererseits ... Genau darum geht es. 'Andererseits ...'. Denn trotz übereinstimmender Grundhaltung kommen wir im Alltag oftmals über verbale Absichtserklärungen nicht hinaus. Der Einzelne nimmt Verletzungen des Kindeswohls, sofern er nicht selber direkt betroffen ist, nur wahr, wenn Medien über eklatante Ereignisse, über Missbrauch mit Todesfolge, berichten. Unendlich viele Verletzungen, die jeden Tag überall passieren, nehmen wir nicht zur Kenntnis.

 

Und deshalb ist es wichtig, dass auch wir uns diesem Thema aktiv widmen. Wir übernehmen in vielfacher Weise Verantwortung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen und sind uns dieser Verantwortung bewusst. Gerne lassen wir den Landessportbund Hessen für uns sprechen: "Sportvereine dürfen bei Kindeswohlgefährdung nicht wegschauen, sondern sollen eine Kultur des Hinsehens leben. Das heisst, ... es gibt ein gemeinsames Verständnis davon, ... Probleme wahrzunehmen und ... diese anzusprechen." (Quelle: http://www.sportjugend-hessen.de/gesellschaft/kindeswohl/)

 

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen bei uns gut und sicher aufgehoben sind. Und dass die Eltern das Gefühl und die Gewissheit haben, dass wir uns kümmern.

 

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Was ist Kindeswohl? Und dessen Gefährdung?

 

Beim Kindeswohl handelt es sich um ein Rechtsgut aus dem Familienrecht. Der Begriff umfasst dabei das gesamte Wohlergehen eines Kindes oder eines Jugendlichen, was z. B. dessen soziale, psychische oder physische Entwicklung angeht.

 

Jeder Versuch, etwas konkreter zu werden, ist schwierig. Einerseits wurde das Kindeswohl im Laufe der Zeit immer wieder anders ausgelegt. Andererseits kommen die unterschiedlichen Disziplinen zu ebenso unterschiedlichen Definitionen. Wir wollen hilfsweise zwei Sichtweisen anbieten. Aus sozialwissenschaftlicher Sicht gibt es sieben Grundbedürfnisse von Kindern:

(Quelle: http://www.fzpsa.de/recht-und-jugendhilfe/fachartikel/familienrecht/kindeswohl-und-kindeswille/kindeswohl-was-ist-das-anmerkungen-aus-sozialwissenschaftlicher-sicht).

 

Etwas einfacher macht es uns die juristische Sichtweise. Vor allen Dingen, wenn wir überlegen, wie mögliche Gefährdungen unterschieden werden können. Danach kann die Gefährdung des Kindeswohls in drei verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

(Quelle: http://www.juraforum.de/lexikon/kindeswohl). Und zur Kindeswohlgefährdung im Sport bietet der Landessportbund Hessen Definitionen und erläuternde Beispiele an. (Das pdf-Dokument wird in einem separaten Fenster geöffnet).

 

Wer sich selber schlau machen will, kann in seine Recherche z. B. über Wikipedia einsteigen.

 

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Ehrenerklärung und Führungszeugnis

 

In Diskussionen ist immer wieder mal die Frage zu hören, ob der Konsens alleine nicht ausreicht, warum gefordert wird, eine Selbstverständlichkeit zusätzlich noch ausdrücklich zu bestätigen, sogar noch schriftlich dokumentieren zu lassen. Dabei geht es meistens um die sog. Ehrenerklärung. Oder auch Selbstverpflichtung.

 

Unser Alltag ist voll von Beispielen ausdrücklich bestätigter Selbstverständlichkeiten. Eine Diskussion darüber lenkt oftmals nur vom eigentlichen Thema ab. Insofern übernehmen wir gerne die Praxis der übergeordneten Verbandsorgane, und geben den in der Jugendarbeit regelmäßig und nachhaltig Beteiligten die Möglichkeit, ihre aktive Unterstützung des Kindeswohls durch eine entsprechende Erklärung deutlich zu machen. Bedenken, die Ehrenerklärung zu unterschreiben, sind in Kenntnis des Inhalts der Persönlichen Verpflichtungs- und Ehrenerklärung des TFC kaum nachvollziehbar.

 

Es ist uns wichtig, jede individuelle Abwägung zu vermeiden. Überlegungen, ob die eine Person die Erklärung abzugeben hat, eine andere Person, bei vergleichbarer Aufgabenstellung, aber nicht, kann es deshalb nicht geben. Insofern haben wir die Gruppen definiert, deren Mitglieder die schriftliche Erklärung abzugeben haben:

 

Andere ebenfalls engagierte Mitglieder, die hin und wieder einmal aushelfen, z. B. beim Sommercamp mithelfen, oder die Betreuung bei einem Medenspiel übernehmen, können selbstredend gerne aus eigenen Stücken die Erklärung ebenfalls unterschreiben. Sie sind dazu aber nicht verpflichtet und würden es freiwillig tun.

 

Als deutliches Zeichen und um die nachhaltige und uneingeschränkte Unterstützung des Kindeswohls zu bekräftigen, haben alle Vorstandsmitglieder, auch wenn sie nicht direkt mit Jugendaufgaben zu tun haben, die persönliche Verpflichtungs- und Ehrenerklärung abgegeben.

 

Bei der zweiten formalen Bestätigung geht es um das erweiterte Führungszeugnis. Grundlage sind das Bundeskinderschutzgesetz und die daraus resultierende Vereinbarung mit dem Wetteraukreis. Konkret geht es um § 72a Abs. 2, 4 SGB VIII. Ziel: Rechtskräftig verurteilte (hauptsächlich Sexual-)Straftäter von der Jugendarbeit fern halten.

 

Hier geht es also um die Kindeswohlgefährdung, die zwar im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung steht, jedoch nur ein Teil des Risikos darstellt, dem sich jedes Kind täglich ausgesetzt sieht.

 

Der davon betroffene Personenkreis ist noch kleiner. Entsprechend der Risikobewertung sind es lediglich die Trainer und ständigen Übungsleiter in der Jugendarbeit, die ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen haben.

 

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Arbeitskreis Kindeswohl / Ansprechpartner bzw. Vertrauenspersonen

 

Um das Thema vorzubereiten, die notwendigen Informationen einzuholen, die Idee und das Ziel im Verein und bei den Mitgliedern zu platzieren und um die ersten Schritte umzusetzen, haben sich Gerald Ziche und Wolfgang Liepold als Vorstandsmitglieder zusammen getan. Und damit die Basis gelegt für einen Arbeitskreis (AK), der sich auf Dauer mit diesem anspruchsvollen Ziel beschäftigen und das Thema entsprechend vorantreiben soll.

 

Erklärtes Ziel ist, diese Aufgabe nicht alleine durch den Vorstand vertreten zu lassen. Insofern sähen wir es gerne, wenn sich interessierte Mitglieder meldeten, um in dem AK mitzuarbeiten. Einen ersten Schritt in die richtige Richtung hat Bärbel Armenat getan, indem sie Mitglied im AK geworden ist. Wir fordern an dem Thema interessierte Erwachsene auf, sich zu melden und sich an dem AK aktiv zu beteiligen. Am 11.10.2016 hat der Vorstand Bärbel Armenat zur Vorsitzenden/Sprecherin des Arbeitskreises ernannt.

 

Im März 2019 hat der Arbeitskreis Zuwachs bekommen. Silke Overheu und Simone Holler verstärken das Team. Silke und Simone sind ehrenamtlich im Jugendausschuss aktiv.

 

Insbesondere in Verbindung mit dem Bundeskinderschutzgesetz und der Vereinbarung mit dem Wetteraukreis ernennt der Vorstand Bärbel Armenat und Wolfgang Liepold als Vertrauenspersonen für die Mitglieder. Den Kontakt zum Wetteraukreis hält Wolfgang Liepold. Die Funktion der Vertrauenspersonen greifen wir nachstehend nochmals ausführlicher auf.

 

Mit der Bestellung von Bärbel Armenat als Vertrauensperson signalisieren wir, dass hier nicht zwangsläufig Vorstandsmitglieder gefordert sind. Insofern würden wir es sehr begrüßen, wenn sich für den männlichen Part ein geeignetes AK-Mitglied dieser Aufgabe stellen würde.

 

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Vertrauenspersonen im TFC

 

Bereits bei der Vorstellung des Themas 'Kindeswohl' im Rahmen der Mitgliederversammlung im Februar 2016 war uns der Hinweis wichtig, dass wir "... keine Moralapostel, keine Möchtegern-Polizei, keine übereifrigen Amateurpsychologen sein ..." wollen. Wir wollen nicht schnüffeln, verdächtigen, noch weniger verleumden, aber "... sensibel sein für Missstände, diese ggf. wahrnehmen und, sollte es wirklich dazu kommen, vernünftig und unaufgeregt, jedoch kompetent, damit umgehen ...".

 

Dazu gehört im ersten Schritt die Differenzierung, welche Beobachtungen selber aufgegriffen, und bei welchen Beobachtungen besser Dritte hinzugezogen werden sollten. Beispiele können bei der Unterscheidung Hilfestellung geben:

 

Vertrauensperson Kindeswohl

 

Im Regelfalle sollte der Vorgang damit abgeschlossen sein und es bedarf, wenn es keine Wiederholungen gibt, keiner weiteren Aktivitäten. Anders ist es bei möglichen gravierenden, strafrechtlich relevanten Verstößen:

 

 

Solche Be­ob­achtungen und/oder Berichte sind nicht grund­sätzlich mit Fehl­verhalten gleich­zusetzen. Verdächtigungen sollte man nicht selber nachgehen, Auffälligkeiten nicht alleine klären, sondern diese Arbeit den Fachleuten überlassen. Unsere Kompetenz ist der Sport im Allgemeinen und der Tennissport im Besonderen. Bei strafrechtlich relevanten 'Irritationen' bzgl. Kindeswohl werden wir uns deshalb bei Bedarf kompetente Hilfe einholen. In erster Linie bei den Experten der übergeordneten Fachverbände.

Vertrauensperson Kindeswohl 

Deshalb lautet unser eindringlicher Appell an dich, bei Beobachtungen, die auf eine strafrechtlich relevante Gefährdung des Kindeswohls hindeuten, unverzüglich eine der vom Vorstand bestellten Vertrauenspersonen anzusprechen und einzuschalten, ihr die weiteren Schritte zu überlassen.

 

Alle Infor­mationen werden dort absolut vertraulich behandelt, noch nicht einmal der Vorstand wird (sofort) informiert. So wird verhindert, dass ein 'Fehlalarm' zu ernsten Konsequenzen für die Betroffenen führt.

 

Gleichzeitig werden aber alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um bei einer tatsächlichen Gefährdung eingreifen zu können.

 

 

Die Vertrauenspersonen sind für JEDEN im Verein da, haben für JEDEN ein offenes Ohr. Egal ob jung oder weniger jung, egal ob Junge/Mann oder Mädchen/Frau. Die Vertrauenspersonen sind zur Vertraulichkeit und dem Datenschutz verpflichtet.

 

Bärbel Armenat

 

Wolfgang Liepold

 

Die gleiche Verpflichtung der Vertrauenspersonen zur Verschwiegenheit gilt für die administrative Abwicklung des erweiterten Führungszeugnisses und der Ehrenerklärung.

 

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Aktivitäten im TFC

 

(Anklicken zum Auf- und Zuklappen.)

Rückblick 06 + 09/2016

 

Editiert am 07.05.2019

 

Derzeit bereiten wir zwei neue Seminare für unsere Kinder und Jugendlichen vor. Im Oktober stehen die Themen 'Mobbing' und nochmals 'Starke Spiele - Starke Kinder' auf dem Programm. Im Laufe des Sommers werden wir hier ausführlich darüber/davon berichten.

 

 

Aktuelle Aktivitäten

 

Im Mai 2019 wurde die Planung neuer Aktivitäten konkret. Im Zusammenspiel mit dem Landessportbund Hessen (lsb h) und insbesondere durch die Unterstützung der Sportjugend im lsb h sind zwei neue Seminare für unsere Jugendlichen fest terminiert. Wir appellieren sehr eindringlich an die Eltern unserer Kinder und an die jugendlichen Mitglieder, diese Möglichkeiten der Fortbildung zu nutzen ... zum Wohle der teilnehmenden Kinder.

 

Die Teilnahme ist für unsere jungen Mitglieder kostenlos.

 

Die Seminare selber dauern etwa drei Stunden, den Abschluss bildet jeweils ein gemeinsames Mittagessen. An diesen beiden Vormittagen stellt uns die Gemeinde Echzell den Gemeinschaftsraum in Bisses zur Verfügung.

 

Es folgen die beiden Ausschreibungen für die Seminare und die Links, über die eine Anmeldung einfach und schnell erfolgen kann. Das Ausfüllen und Abschicken der Online-Anmeldung dauert eine Minute, längstens zwei Minuten, und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Ansonsten gilt auch hier: Deine Ansprechpartner freuen sich über Fragen, Anregungen oder konstruktive Kritik.

 

Seminar 1 am 12. Oktober

Kindeswohl: 'Statt Mobbing - Wie können wir uns FAIR streiten?'
Online-Anmeldeformular

 

 

Seminar 2 am 19. Oktober

Kindeswohl: 'Starke Spiele - Starke Kinder'
Online-Anmeldeformular

 

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Kindeswohl in der TFC-Satzung

 

Dass wir es auch beim Thema Kindeswohl anders machen, als die meisten Einrichtungen, Vereine, Gruppen, sieht man schon an dieser Seite. Oder an unseren Vertrauensleuten. Darüber hinaus verpflichten wir uns aus Überzeugung, indem wir unser 'Gesetzbuch', unsere Satzung, entsprechend fortgeschrieben haben.

 

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